Fehlentscheidungen im Recruiting sind teuer

05.10.2015

Projektarbeit in Kooperation der BGH-Consulting mit der Hochschule Fresenius in München

Fehlbesetzung

Unternehmen müssen Fehlentscheidungen im Recruiting teuer bezahlen und das leidige Thema der Fehlbesetzung ist somit ein Dauerbrenner in der Personalarbeit. Grund genug, diese Problematik einmal genauer zu beleuchten - und das haben wir getan!

Als Kooperationspartner der Hochschule Fresenius in München unterstützt die BGH Consulting verschiedene Studiengänge. So konnten wir in Zusammenarbeit mit einer Studierendengruppe eine Projektarbeit zum Thema "Fehlbesetzung bei der Personalbeschaffung - Kosten und Vermeidungsmöglichkeiten" realisieren. Dabei haben wir die Studierenden über ein Semester hinweg bei der Bearbeitung der Fragestellung begleitet. Sie haben die Möglichkeit erhalten, in einem Praxisprojekt Erfahrung zu sammeln, ihre Fähigkeiten einzubringen. Gleichzeitig ermöglichen sie uns, einen frischen Blickwinkel auf die Thematik zu gewinnen.

Die Relevanz und Bewandtnis der Fragestellung wurde vom Projektteam in einer qualitativen Erhebung untersucht. In einer Befragung wurden acht Unternehmen interviewt, die in unserer Kernbranchen tätig sind. Dabei wurden neben Ursachen auch Effekte und Konsequenzen erhoben. Aus den Daten der Unternehmensbefragung konnten verschiedene Kostenarten abgeleitet werden, die als Folge einer Fehlbesetzung entstehen.

Neben Vakanzkosten und Aufwendungen für die Personalbeschaffung kann zwischen Kosten vor der Trennung und direkten Trennungskosten differenziert werden. Weitere Kosten fallen für die wiederholte Einarbeitung sowie das daraus resultierende Performancedefizit an. Die Aufwendungen für eine Nachbesetzung liegen im mittleren fünfstelligen Bereich und variieren je nach zu besetzender Position und Einsatz von Auswahlinstrumenten.

Neben diesen Kosten berichten alle Unternehmen von weiteren Konsequenzen, die nicht bezifferbar sind. Fehlbesetzungen wirken sich sowohl auf die Teamleistung, als auch auf die Stimmung innerhalb von Arbeitsgruppen in hohem Maße negativ aus. Auch die Qualität der Arbeitsergebnisse sinkt. Darüber hinaus werden Kunden- und Lieferantenbeziehungen belastet. Laut Aussagen der Befragten kommt diesen Auswirkungen eine ebenso große Bedeutung zu, wie den direkt messbaren Aufwendungen.

Die im Projekt gewonnenen Erkenntnisse decken sich mit unseren Erfahrungen. Recruiting ist in den vergangenen Jahren eine immer größere Herausforderung für Personalabteilungen geworden.

Grundsätzlich möchten Unternehmen Fehlbesetzungen von Beginn an vermeiden, konkrete Vorkehrungen setzen sie dazu jedoch nicht ein. Zudem geben die Personalverantwortlichen an, sich bislang nicht umfassend mit der Thematik auseinanderzusetzen, obwohl diese im Unternehmen auftritt und zu Hindernissen führt. Auch vor dem Hintergrund der zunehmenden Wichtigkeit des Faktors Humankapital ergibt sich eine Diskrepanz, die auch die Befragten selbst einräumen. Gründe für die Fehlbesetzungen werden den Bewerbern und den Umständen auf dem Arbeitsmarkt zugesprochen.

Aber wie können Unternehmen agieren, um die Problematik sowie daraus resultierende Auswirkungen erfolgreich zu bearbeiten und somit immense Kosten zu vermeiden?

Überall, wo Personalentscheidungen getroffen werden, kann es zu Fehlentscheidungen kommen. Personalverantwortliche müssen hier aktiv werden und auf Prävention setzen. Gerne unterstützen wir Sie dabei mit unserer langjährigen Erfahrung in den Bereichen Personalberatung und Performance Management - wir freuen uns auf den Dialog mit Ihnen!

© 1996 – 2020 BGH-Consulting | All rights reserved

 
 
Diese Webseite verwendet Cookies. Durch die Nutzung der Webseite stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu. Zu den Datenschutzinformationen.Schließen